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Sind wir in einer kollektiven Überforderung?

Gepostet:
28 Jan. 2025

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Wie viel Leben passt in eine Woche und wann ist zu viel zu viel?

Das sind Fragen mit denen ich mich nicht nur aber insbesondere am Jahresanfang beschäftige. Ob es mir gefällt oder nicht: auch ich gerate manchmal an den Rand der Überforderung, in das Gefühl von "alles ist zu viel" und "ich genüge nicht". Manchmal falle ich dann in Aktionismus und erliege dem Irrglauben, dass ein besseres Organisationssystem oder Zeitmanagment Abhilfe schafft. Das hält zum Glück meist nur sehr kurz an.

Was tun, wenn einem das Leben (zu?) viele Projekte schenkt?

Es geht nicht alles und schon gar nicht auf einmal. Das ist vielleicht keine originelle Erkenntnis, aber eine, die es sich lohnt immer mal wieder bewusst hervorzuholen. Zeit ist weder ein komprimier- noch ein dehnbares Element. Energie meiner Erfahrung nach auch nicht. Was will ich getan haben, wer will ich gewesen sein am Ende einer Woche, eines Monats, eines Jahres? Das sind weitere lohnenswerte Fragen, finde ich.

Und wenn ich dann so in diese Fragen hineinlebe (großartige Beschreibung, ganz frech von Rilke geklaut...) merke ich, wie ich entschleunige. Wie sich meine Gedanken entspannen und verlangsamen und ich einen Zustand des klaren Geistes erreiche. Das schiebe ich ganz klar auf meine jahrelange Achtsamkeitspraxis. In diesem Zustand erkenne ich deutlich, was für mich gut ist und was nicht und welches hilfreiche Verhalten ich damit verknüpfen muss. 

Und ja, ich habe den Eindruck, das geht vielen Menschen so. Ungeduld, Gereiztheit, Dünnhäutigkeit sind oft die Folge. Ist das eine kollektive Überforderung? Ich weiß es nicht, aber wundern würde es mich nicht 

Was hilft? Die Antwort darauf mag jede'r selbst suchen und finden. Für mich war es die Achtsamkeit, die den guten Anfang machte.

 

 

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